Die neue Hure Insomnia

Das hasse ich am Sommer. Diese verdammten warmen Nächte, in denen sich ein Teil meiner Depression meldet und einem Mühlstein gleich in feinster Berserkermanier jeden Gedanken zermalmt und ausquetscht. Doch damit nicht genug, nein. Bin ich einmal durch damit wird das Ergebnis genommen und erneut zwoschen diese riesigen Steine gesperrt und aufs neue zermalmt. Solange, bis scheinbar nichts mehr übrig ist und ich endlich ein paar Stunden Schlaf bekomme. Durch meinen Aufenthalt in der Tagesklinik letzten Winter kann ich normalerweise dieses perfide Monster zurück in seine Schranken weisen, ähnlich den Titanen in den Thartarus. Doch manchmal schlüpft ein Teil dieser dunklen Persönlichkeit durch. Dieser Persönlichkeit, die ich abgrundtief ablehne und doch auf eine perverse Art liebe. Die Depression ist ein Teil von mir. Und entgegen aller Meinungen, die ich hörte, ist sie keineswegs ausschließlich negativer Natur. Gebe es keine Depressionen, könnten wir uns wohl kaum an solch einem breiten Spektrum der Kreativität erfreuen. Alles wäre ein monochromes Farbenspiel aus schwarz, weiß und grau. So wie in meiner depressiven Welt. Lasst uns die Welt mit Farben füllen und dabei die depressive Vorgabe mit einarbeiten. Verschweigen und Ignorieren bringt rein gar nichts. Man kann ja auch nicht den Sonnenlauf ignorieren. Es gehört zu uns. Dieser Eintrag hat sich verselbständigt, entschuldigt aber hoffentlich die fehlende Kreativität der anderen Blogeinträge. -S

22.7.14 01:58

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